Politische Beobachtungsstelle Deutschland 2017

Geschichten auf welche die ganze Welt gewartet hat. Deutschland wird beobachtet.

Aus unzähligen Themen werden 4 herausgegriffen.

Geschichte 1 : Der Brandschutz

Geschichte 2 : Die Eigenheimsiedlung

Geschichte 3 : Der Öffentliche Personenen-Nahverkehr (ÖPVN)

Geschichte 4:  Die Biertrinker im Stadtbild

Deutschland im Würgegriff des Brandschutzes

Brandschutz. Der Brand muß geschützt werden. Spätestens seit dem Brand auf dem Düsseldorfer Flughafen wissen wir wie wichtig es ist den Brand zu schützen bzw. sich/mich vor dem Brand zu schützen.

Schlagartig ist über dem Spielplatz ein schreckliches Gewitter aufgezogen. Eine kleine Gruppe Kinder wagt sich nicht auf den Nachhauseweg. Tränen kullern. Von den Eltern ist nichts zu sehen. Ein 6 jähriger Junge, der Anführer, bittet mich Kinder nach Hause zu begleiten. Ja, aber nur mit dir zusammen. Das Wohnhaus ist tatsächlich nicht weit entfernt. An der Haustür ziehe ich mich zurück. Mal sehen was passiert ? Hier mische ich mich nicht ein. Beobachten.             Der größte von den Kindern kann die Klingel erreichen. Jetzt lehnen sich die Kinder gegen die Tür. Ich denke die würden es schaffen in das Haus zu kommen. Der einzige Fußgänger, der bei dem Wetter unterwegs ist, wird gerufen und hilft. Ob die Kinder die Tür auch allein von innen öffnen könnten ?

Die neue Wohnung war schon lange überfällig. Mit brachialer Gewalt fällt die Wohnungstür ins Schloss. Ein instabiles Haus würde jetzt Schaden nehmen. So geht es Tag-ein Tag-aus. Ist das normal das eine Wohnungstür so zu kracht ? Der Vermieter meint, das geht so in Ordnung, dass muß so sein. Wegen des Brandschutzes. Tür aufschließen, sich gekonnt mit dem Hintern dagegen stemmen und mit den Einkaufstaschen in die Wohnung kämpfen. Die Tür kracht zu. Ich höre noch einen Schrei aus der Nachbarwohnung : das geht aus leiser !!! Nein, geht  nicht leiser ! Jetzt ist doch einem anderen Nachbarn die Sicherung durchgebrannt. Die Klingel scheppert das alle hören können wo geklingelt wurde. „SIE MÜSSEN DIE BRANDSCHUTZEINRICHTUNG AUßER BETRIEB NEHMEN ! ALLE MACHEN DAS SO, ALLE!!!“ „ Das hier müssen Sie aushängen“ OK, natürlich hänge ich die Brandschutzvorrichtung aus. Das kann nur jemand erfunden haben der niemals durch so eine Tür gegangen ist, keine Lebenserfahrung hat und geistesgestört ist.

Der Pflegefall. Es gibt Veranlassung in der Pfleges eines Rollatorfahrers aktiv zu werden. Auf dem Weg zur Eingangstür beobachte ich einen Menschen mit Krückstock (Gehhilfe) der durch die Hauseingangstür gehen möchte. Hier gibt es ein Problem. Beobachten. „Ich habe leichte Parkison, ich schaffe das, lassen sie nur“  So tun als ginge man und mit der Uhr beobachten wie lange es dauert die Tür zu durchschreiten. Ich habe den Herren schon umfallen und eingegeklemmt gesehen. Alles Gut, er hat es geschafft. Der Schlüssel geht einfach nicht in das Schloss. Im Flur ist es auch finster wie im Bären…., hätte mein Vater gesagt. Die Rollatorfahrerin öffnet von Innen. “ Ich kriege die Tür nicht mehr auf! ,wenn es hier mal brennt komme ich nicht raus ! “ Das mit der Tür muß so sein, wegen des Brandschutzes. Auf meine Anfrage wo denn die Brandschutztür eingestellt werden könnte anwortet die Vermieterin “ Hier gibt es nichts einzustellen, vergreifen sie sich auf gar keinen Fall an der Tür, dann gibt es richtigen Ärger „

„200000 Wohnungtüren müssen getauscht werden, wegen des Brandschutzes “ lese ich in der Presse. Da kann sich die Brandschutzlobby aber freuen.

Die Eigengheimsiedlung, Eigenheim Glück allein

Ich gönne jedem sein Eigenheim. “ Wir werden den Erwerb von Wohneigentum weiter fördern“. 

Eigenheimsiedlung mit Aktivisten. Diese Eigenheimsiedlung ist überwiegend mit Verwandten aus sehr nahen Ortschaften entstanden und bewohnt. Eine kleine Gruppe interessierter Familienväter oder -mütter bemüht sich ernsthaft und mit Erfolg um ein heute noch „normales“ Lebensumfeld. Das FANTA-Programm wird aktiv benutzt. Spiel und Sporteinrichtungen entstehen in unmittelbarer Umgebung. Ab und an gibt es einen neutralen Parkplatz, ein Biotop und in Ausnahmefällen sogar einen Sitzplatz wo ein Rollatorfahrer einen Zwischenstop einlegen könnte. Trotzdem ist in der Siedlung ein Anflug von Angst zu spüren. Hier und da sind Videoüberwachung zu sehen. Einige haben Tore und Zäune aufgestellt. Alles neuesten Datums errichtet.

Eigenheimsiedlung ohne Aktivisten. Diese Eigenheimsiedlung ist überwiegend ohne Bürger aus der unmittelbaren Umgebung entstanden und hat keine Aktivisten aufzuweisen. Hier sind schon Fluktrationbewegungen zu beobachten. Der Traum aus einer Mietwohnung mit lästigen Nachbarn zu entfliehen, wird hier erfüllt. Spielplatz gibt es keinen. Neutralen Parkplatz sowieso nicht und eine Bank für Rollatorfahrer ist völlig undenkbar. Hier herrscht die blanke Angst. Videoüberwachung ist 100 %ig und absolute Pflicht. Die bescheidenen Flächen um das Eigenheim sind absolut frei von Unkraut oder Insekten. Der Zwei Meter hohe Zaun zum Nachbarn erfüllt nicht mehr den Standard und wird hier und da von 3 Meter hohen Zäunen übertrumpft.  Wenn sich ein unbekannter Bürger durch so eine Siedlung bewegt um Ideen für den eigenen Traum vom Eigenheim zu sammeln bricht blanke Panik aus.  Alles Denken reduziert sich hier nur noch auf das Thema „ANGST „. Fremde können das nicht wissen und fallen durch laute Gespräche auf der Terasse auf. Treff im Kaufpark. „Ich habe gehört wie sie sich laut auf der Terasse über ihre Urlaubsplanung unterhalten…..“ Der Supergau, Panik. Verzweiflung. Jetzt wird ernsthaft über Verkauf des „Glück Allein…“ nachgedacht und gesprochen. Sollte doch mal einer aus der Reihe tanzen und einen kleinen Spielplatz organisieren greift der NEUE MENSCH ( Züchtung Eigenheimsiedlung ) ein. So ein Spielgerät ist schnell abgebaut. Irgendwo gibt es dann doch eine Bushaltestelle. Der ideale und einzig verblieben Treffpunkt für Jugendliche. Bei Einbruch der Dämmerung schließen alle Eigenheimbesitzer alle Jalosienen. Die perfekte Höhlensiedlung. Am Tage öffnen sich nur die allernötigsten Jalosinen. Sollte doch mal ein Grillabend zustande kommen, dominiert das Thema: Videoüberwachung. “ Hast du deine Videoaufnahmen durchgesehen ?, weis jemand wer das war der hier lang spaziert ist?.“ und so weiter.

Da kann sich die Eigenheimlobby aber freuen.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖVPN)

Mein persönlicher Dreiachser ( 48 Sitzplätze) zieht seine Bahnen. Stop an einer Haltestelle. Eine junge Mutti mit Baby  und Kinderwagen möchte gern mitfahren. Keine Chance. Die junge Mutti weint. Der Fahrer dreht sich zu mir und meint, der Bus wäre eine Ausnahme. Ein Fahrer schämt sich für seinen Betrieb. Und ich schäme mich für meine Heimatstadt. Wozu brauche ich diese „Ausnahme“. Irgendwo trifft der Omnibus leer am Wendeplatz ein. So ein riesiges Schlachtschiff kann hier natürlich nicht umlenken. Da muß schon rangiert werden. Immer öfter kann der schöne neue High tech-Omnibus die Ortschaften nicht mehr passieren. Für 7 Fahrgäste kann man schon mal einige Hunderttausend Euro hinblättern. Das kurbelt die Wirtschaft an. Dazu kommen ja noch unzählige Ampelanlagen und Telefone im Omnibus  um den Bus zum Ziel zu kriegen. Die Bus-Lobby denkt groß und in Extremen. So ein kleiner Stadtbus wäre hier und da ganz angebracht. Aber auch hier gibt es einen Haken. Da es nur extrem große und extrem kleine Omnibusse gibt,hat der Normalbürger ein Problem. Im Zuge der allgemeinen Gewichtszunahme des Durchschnittsmenschen, bisher von der Omnibuslobby unbemerkt, passt der Bürger mit über 65 kg Körpergewicht einfach nicht mehr in den Sitz des kleinen Stadtbusses. Entweder riesiger Omnibus oder umgebauter Kleintransporter. Ein Zwischending, das der Realität nahekommt, gibt es nicht in der EU. Komischerweise aber außerhalb der EU.

Flexiblere Fahrpläne oder flexible Haltepunkte im ländliche Bereich, Autostopp sozusagen, Schüler nahe der Haustür absetzen oder am Haus von Gehbehinderten anhalten und beim Einsteigen helfen. Zu bestimmten Tageszeiten Omnibusse nur auf Anruf losschicken, so zwischen 10 und 15 Uhr. Telefonnummern und Hinweise am Fahrplanaushang so schreiben das diese auch erkannt werden. So 3 bis 4 cm groß und dick geschrieben.       Am besten wir lassen alles so wie es ist und erhöhen nur die Ticketpreise. Ja, so könnte es gehen.

Da kann sich die Omnibuslobby aber freuen.

 

Biertrinker im Stadtbild

Eckensteher Nante war im 19 ten Jahrhundert das Sinnbild für eine ganze Liste menschlicher Schwächen. Angefangen vom Müßiggang, Prügelei, Alkohol, Spiele bis hin zu  schlauen Sprüchen. Der Fleiß endete bei Erlangen der Grundversorgung. Überleben der Familie, ausreichende Versorgung mit Alkohol und zweckmäßige Bekleidung. Gefühlt hatte Berlin tausende Eckensteher, aber in Wahrheit nur 5 bis 600 Dienstmänner/Gelegenheitsarbeiter.

Menschen mit ausgeprägtem Bedürfnis nach unbegrenzter Freiheit hat es immer gegeben. Einschränkungen durch geregelte Arbeit, egal welchen Umfangs, werden nicht akzeptiert. Trotzdem hat diese Personengruppe den Drang im Stadtbild wahrgenommen zu werden. Natürlich steht diesem Drang der bürgerliche Anspruch nach Ordnung und Sicherheit entgegen. Der einfachste Weg ist diesem Gefühl mit restriktiven Maßnahmen Genüge zu tun. Hausverbot ist noch die liberalste Möglichkeit, eine Steigerung wäre Stadtverbot, Einsperren, Erziehungslager, Umsiedlung aufs Dorf. Nüchtern betrachtet hat das alles nichts gebracht. Wenn man diese „Beule“ irgendwo reindrückt kommt sie an anderer Stelle wieder raus.

Beliebte Sammelpunkte dieser Personengruppe sind kleinere Parks, Parkplätze und Eingangszonen von Supermärkten, Busbahnhöfe, S-Bahnstationen, Bahnhöfe natürlich und öffentliche Plätze mit Personenfrequenz. So gut es eben geht versucht der Normalbürger einen Bogen um diese Leute zu machen. das gelingt leider nicht immer. so bleibt beim Steuerzahler das Gefühl von Angst, Wut und Ekel, gepaart mit Hilflosigkeit und Ausgeliefert sein.

Auf der ganzen Welt gibt es diesen Personenkreis. Sehr gern würden Teile dieses Personenkreises im Rahmen ihres Leistungvermögens 3 bis 5 Stunden pro Woche oder pro Monat arbeiten. Eine lange Liste von Hoch- und Fachschulen bildet ein ebensolches Heer an Sozialarbeitern aus um auch diesen Personenkreis dem bürgerlichen Verständnis nach zu sozialisieren.

Jahrelang hat eine Unternehmerin, mit sehr guten Einkommen, in Pirmasens den Wunsch eine Kneipe zu übernehmen um bis zur Rente sesshaft und entspannt das Flair von Freiheit zu geniesen. Der Funke will einfach nicht überspringen. Der wohlgemeinte Rat-Schlag des Freundes, sich doch mal eine Monatskarte zu kaufen und 8 Wochen im Gebiet unterwegs zu sein wird verworfen. NIEMALS !!! So kann das mit der Kneipe nichts werden. Wer soll dahin gehen ? Angst im eigenen Land, vor den eigenen Leuten,  Stau auf der Autobahn und Hochsicherheits-Eigenheim…Ende  der Sozialwahrnehmung.

Obwohl Herr Professor Doktor Doktor habil von der renomierten Eliteuniversität für Sozialwissenschaften die höchste Qualifikation hat, fehlt es an Ideen und Willen. Im Eigenheim mit geschlossenen Jalousinen und im Stau können diese Probleme nicht erfasst werden. Würden Professor und Stadtplaner statt im Stau sich zu bewegen mal mit der S-Bahn fahren, Bus und Bahn benutzen und sich durch Personengruppen an Parks und Supermärkten bewegen, käme vielleicht der springende Gedanke. Wenn man keine eigenen Ideen hat, besteht immer noch die Möglichkeit sich in anderen Ländern umzusehen.

Den unangenehmen „Personenkreis“ mit Angeboten entgegenzukommen kann doch nicht so schwer sein. Treppen, Hügel, Pavillon aus Beton haben eine gewisse Anziehungskraft sich dort zu sammeln. Das lässt sich gut überwachen und außerdem haben Obdachlose/Bahnhofskriminelle auch eine Hirarchie. Aber es ist eben unreal. Zig Millionen Quadrartmeter leerstehende Büroräume und ein als Wasserspiel getarnter Wasserrohrbruch sind  tausendmal wichtiger als das Lebensgefühl der Steuerzahler. Ideen sammeln in globalisierten Welt fällt ebenfalls aus.

Da kann sich der Steuerzahler nicht freuen

Die „Politische Beobachtungsstelle Deutschland 2017“ hat noch weitere weltbewegende Themen auf Lager, aber vorerst soll der Leser nicht überfordert werden. Kommentare erwünscht.

offene Themen:

Spielplätze zu Parkplätzen

Biotope in Stadt und Land

 

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