Mediterraneo

1. Literatur Messe Dresden

Medienlounge

Buduitschka….Leuchtwürmchen….Hartz 5 .und andere Ideen. Wo könnte man mehr oder zumindest genau soviel Gedankenflüsse aufsaugen? Normalerweise kann ich mit einem dicken Heft voll Notizen über massenhafte Ergüsse verbalisierter Energie die Messe hinter mich bringen. Aber beim ersten Mal…? Mir hat niemand gesagt, nimm ein dickes Heft mit! Ein paar Notizen auf einem Prospekt oder nur der Eintrittskarte reichen nicht. Du wirst überrollt von der Extase menschlichen Wortschatzes. Ich habe noch nie zuvor eine Unterhaltung, oder viele Unterhaltungen (wenn es denn dafür eine Mehrzahl…Plural gibt) machen können die so überfrachtet mit Wortakrobatik waren.

Warum? Auf der Suche nach Ursachen für meine Überaschung habe ich auch einige Gedanken gesammelt. 1. Ich lese offensichtlich zu wenig.2. Die mir bekannten  Autoren befinden sich in einer Zeitschleife. 3. Mir ist der Blick auf Neues versperrt.

Bevor ich bei anderen die Schuld suche werde ich erst mal alles mir bekannte abarbeiten. Fernsehen…sind die Dialoge wirklich so flach und spracharm. Ist meine Wahrnehmung am zerbröseln ? Habe ich meine Zeit bei Thalia blind verbracht? Bin ich geistig unter- oder fehlernährt ?

Wie dem auch sei, mir hat die Messe ausgezeichnet gefallen. Die Sprachfähigkeit und das Selbstverständnis der frühen 80 ziger oder 90 ziger Generation war beindruckend. Überhaupt, der Nachdruck und Hartnäckigkeit mit der sich die Nachkriegsgeborenen auf dem Büchermarkt behaupten hat mich berührt.

Vielleicht bin ich doch blind durch die Thalia-Filialen gelaufen. Buchläden die mir am Weg liegen tragen zufällig alle den gleichen Namen. Es ist zu wünschen das sich diese Buchkette ihrer Verantwortung bewust ist.

Niemand verlangt oder kann verlangen das Geschäfte und Verlage Verkannten oder Darstellungssüchtigen eine Bühne bieten müssen und gewinnneutral arbeiten.

Marktführer zu sein ist kein Geschenk und dafür muß immer wieder viel getan werden.

Zurück zur Messe. Ich hatte den Eindruck das die Messe gut besucht und für Dresden schlichtweg überfällig war. Das letzte Wort haben die Veranstalter und Teilnehmer. ‚Wir sind mit der Straßenbahn angereist, sicher die stressfreieste Version und Einrücke werden nicht sofort vom Straßenverkehr neutralisiert.

Auf die 2. Literaturmesse werden wir ( ich und mein Kind) uns auf jeden Fall besser vorbereiten.   F. Schill

Christoph Gottlieb Leopold Hobusch hat diesen Artikel nicht verfasst!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.